Im Januar 2009 war es, da besuchte eine Delegation der Stadt Erfurt die malische Stadt Kati. Daraus entstand eine Städtepartnerschaft. Drei der Mali-Fahrer wollten es nicht bei offiziellen Kontakten lassen. Sie gründeten mit anderen den "Freundeskreis Kati".
Wir wollen Freundschaften zwischen den beiden Ländern pflegen. Wir wollen Menschen in Mali und ihre Zusammenschlüsse unterstützen und Projekte fördern, die sie selbst organisieren und tragen, um aus eigener Kraft mit unserer Hilfe ihre Lebensverhältnisse zu verbessern. Wir wollen Menschen in Deutschland sowohl für die kulturellen Reichtümer und sozialen Werte als auch für die Probleme und Anliegen Malis sensibilisieren.
Wir wissen, dass es Frieden zwischen den Menschen nur durch Gerechtigkeit geben kann, und sind davon überzeugt, dass solidarisches Handeln erst entsteht, wenn die Zusammenhänge zwischen Armut und Überfluss nicht verdrängt werden.
"Wer für Armutslinderung eintritt, ohne in Reichtumslinderung einzuwilligen,
betreibt nichts weiter als Spiegelfechterei."
aus: Zukunftsfähiges Deutschland in einer globaliserten Welt (2008)
Mit den Frauen einer Gärtnerinnenkooperative auf ihren Feldern
Auszug aus dem "Bonner Aufruf - Eine andere Entwicklungspolitik" von September 2008:
Bildung:
Bildung, die den Einzelnen befähigt, sein Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und das für sich und seine Angehörigen zum Leben Notwendige aus eigener Kraft zu erwirtschaften, ist die ertragreichste aller denkbaren Investitionen. Grund- und Berufsbildung sind daher unverzichtbare Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung.
Neuorientierung der Zusammenarbeit:
Wo immer möglich, weg von staatlichen Partnern und hin zu gesellschaftlichen Gruppen, die sich selbst organisieren und verwalten. Unsere Hilfe muss das Subsidiaritätsprinzip beachten, d.h. Verantwortung muss dort wahrgenommen werden, wo sie hingehört. Dies bedeutet:
...
Zivilgesellschaftliche Organisationen wie z.B. Kirchen, Bürgervereinigungen und Selbsthilfeinitiativen sollten im Gesundheitswesen, Bildungswesen und in der Sozialarbeit als verantwortliche Träger eingesetzt oder anerkannt werden, wobei es dem Staat obliegt, dafür angemessene Rahmenbedingungen zu schaffen. ...
Die Entwicklungszusammenarbeit muss darauf achten, dass auch hier das Subsidiaritätsprinzip angewandt wird. Derzeit werden 90 Prozent der steuerfinanzierten deutschen Entwicklungszusammenarbeit über staatliche Strukturen abgewickelt. Nur 10 Prozent der Mittel werden der zivilgesellschaftlichen und privatwirtschaftlichen Zusammenarbeit zugeteilt.
Quelle: http://www.bonner-aufruf.eu/pdf/Bonner_Aufruf_Plus.pdf